Modul 2 „Effektivität der Versorgung“

Forschungsschwerpunkt: Geschlechtsspezifische Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung

Das Geschlecht ist eine von mehreren bestimmenden Faktoren der Gesundheit von Menschen. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf das biologische Verständnis, sondern gleichermaßen auch auf die soziale Dimension von Geschlecht. Im internationalen Sprachgebrauch werden meist die Begriffe „sex“ oder „gender“ verwendet.

Es sind unterschiedliche geschlechtsspezifische Besonderheiten in der Entstehung, Behandlung und im weiteren Verlauf von Erkrankungen bekannt, die bei der Gesundheitsversorgung berücksichtigt werden sollten.

In Deutschland werden bereits verschiedene geschlechtsspezifische Versorgungskonzepte angewendet. Auch bei der Prävention und Gesundheitsförderung kann ein geschlechtsspezifisches Vorgehen sinnvoll sein. Das Bundesgesundheitsministerium fördert Studien, in denen die Effektivität dieser Ansätze sowie generell deren wissenschaftliche Basis untersucht werden. Außerdem werden hinderliche und förderliche Faktoren für eine geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung untersucht. Diese Erkenntnisse sollen dann dafür genutzt werden, Versorgungsangebote stärker auf das jeweilige Geschlecht der Patientinnen und Patienten auszurichten.