Gruppe der Sieben - G7

Die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) ist ein wichtiges Forum zur Positionierung des Themas Globale Gesundheit. Beteiligte Staaten sind: Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien sowie die USA. Einen dauerhaften Beobachterstatus hat die Europäische Union (EU).

Die G7 befasste sich ursprünglich ausschließlich mit der Entwicklung der Weltwirtschaft (daher auch die Bezeichnung der Treffen als "Weltwirtschaftsgipfel"). Im Laufe der Jahre hat sie die Agenda erweitert. Sie umfasst nun das gesamte Spektrum globaler Fragestellungen, wie zum Beispiel Außen- und Sicherheitspolitik, Handel, Klima, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung.

Da gesunde Bevölkerungen ein starker Motor für sozio-ökonomische Stabilität und Wachstum sind, hat Deutschland das Thema „Gesundheit“  zum Schwerpunkt seiner Präsidentschaft 2015 gemacht.

Die Bundesregierung hat die G7-Präsidentschaft genutzt, um gemeinsam mit ihren Partnern wichtige Lehren aus der Ebola-Krise zu ziehen, um künftig eine schnellere Reaktion auf weltweite Krisen dieser Art zu gewährleisten. Da der beste Schutz vor grenzüberschreitenden Gesundheitskrisen starke Gesundheitssysteme vor Ort sind, haben die G7 beim Gipfel 2015 auf Schloss Elmau vereinbart, innerhalb der nächsten fünf Jahre ärmere Staaten bei der Umsetzung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) zu unterstützen. Die G7 haben bereits 76 Staaten Ihre Hilfe angeboten. Weitere Staaten können hinzukommen.

Die G7 unterstützte den laufenden Prozess zur Reform und Stärkung der Kapazitäten der WHO, um für komplexe Gesundheitsrisiken gerüstet zu sein und auf sie reagieren zu können. Die G7 bekräftigte ferner die zentrale Rolle der WHO für die internationale Gesundheitssicherheit.

Eine weitere Priorität der deutschen G7-Präsidentschaft war das Thema Antibiotika-Resistenzen (AMR). Diese sind weltweit auf dem Vormarsch und stellen ein globales Problem dar. Daher hat sich Deutschland bei den G7-Partnern für ein verstärktes Engagement zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen eingesetzt. Die G7 hat sich nachdrücklich dem „One Health“-Ansatz verpflichtet, der alle Bereiche der Gesundheit von Mensch und Tier sowie Landwirtschaft und Umwelt einbezieht. Sie unterstützt den Globalen Aktionsplan der WHO zu Antibiotikaresistenzen.