Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen

Gesundheit im Alter ist für jede Einzelne und jeden Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft von großer Bedeutung. Obwohl im Alter gesundheitliche Probleme und Beschwerden zunehmen, ist das Alter nicht gleichbedeutend mit Krankheit, Einschränkungen und Pflegebedürftigkeit. Individueller Lebensstil und persönliche Ressourcen, die soziale Integration und die medizinische Betreuung beeinflussen den Gesundheitszustand, die Lebensqualität und das Wohlbefinden.

Zwei Trends werden die Bevölkerung Deutschlands verändern. Erstens lautet die erfreuliche Nachricht hinter dem oftmals so problematisch beschriebenen demografischen Wandel: Die Menschen in Deutschland gewinnen Lebenszeit. In den letzten 30 Jahren ist die Lebenserwartung um ca. sechs Jahre gestiegen. Zwischen 1984 und 2014 ist die Lebenserwartung bei Geburt für Männer um sieben Jahre (auf 78 Jahre) und für Frauen um fünf Jahre (auf 83 Jahre) gestiegen.

Zweitens ist die Geburtenrate insbesondere Mitte der 1960er Jahre bis Mitte der 1970er Jahre steil abgefallen. In den letzten Jahren ist zwar kein weiterer Rückgang der Geburtenrate zu beobachten, sie ist aber in Deutschland auch im internationalen Vergleich auf einem sehr niedrigen Niveau. Daher wird die Bevölkerungszahl nach Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes sinken (je nach Annahmen um rund 8 bis 13 Millionen bis zum Jahr 2060).

Unsere Bevölkerung wird also im Schnitt älter: Schon heute ist das Durchschnittsalter von rund 44 Jahren zusammen mit Japan das höchste weltweit.

Zum 31. Dezember 2017 lebten rund 17,7 Millionen Personen ab 65 Jahren in Deutschland. Das entsprach einem Anteil von 21,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Im Jahr 2060 wird es fast jeder Dritte sein (30 %). Der Anteil der 80-Jährigen und Älteren wird von gegenwärtig 5 % auf 12 % steigen und sich damit mehr als verdoppeln.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Bei den körperlichen Erkrankungen stehen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Stoffwechsels (insbesondere Diabetes mellitus Typ 2), des Muskel- und Skelettsystems, der Lungen und Atemwege sowie bösartige Neubildungen (Krebs) im Vordergrund. Bei den psychischen Erkrankungen sind vor allem Depressionen bedeutsam.

Chronische Erkrankungen und das gleichzeitige Auftreten mehrerer Krankheiten (Multimorbidität) werden mit zunehmendem Lebensalter wahrscheinlicher und erfordern eine dauerhafte und oftmals kostenintensive Behandlung. Darüber hinaus besteht für ältere multimorbide Menschen ein hohes Risiko, pflegebedürftig oder zumindest in Teilen von der Unterstützung anderer abhängig zu werden. So waren von den über 80-Jährigen im Jahr 2015 rund 30,4 % pflegebedürftig.

Viele im Alter vorherrschende chronische Erkrankungen wie beispielsweise eine koronare Herzkrankheit oder ein Typ-2-Diabetes (der früher sogenannte Altersdiabetes) können durch einen gesundheitsförderlichen Lebensstil vermieden oder zumindest in ihrem weiteren Verlauf positiv beeinflusst werden. Das heißt ganz konkret durch:

  • ausreichende körperliche Aktivität
  • ausgewogene Ernährung
  • Vermeidung einer weiteren Gewichtszunahme bei bestehendem Übergewicht
  • Nichtrauchen sowie
  • zurückhaltenden Alkoholkonsum

Nähere Informationen dazu finden Sie beispielsweise:

Gesundheitsförderung und Prävention sind insbesondere in einer Gesellschaft des längeren Lebens wichtige Säulen des Gesundheitswesens und keine Frage des Alters. Bis ins hohe Lebensalter können Menschen noch in erheblichem Umfang von Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung profitieren. Das gilt auch für Menschen, die bereits pflegebedürftig sind. Das Präventionsgesetz vom Juli 2015 sieht demzufolge auch Präventionsmaßnahmen für pflegebedürftige Menschen vor. Die Pflegekassen haben den neuen Auftrag, Leistungen zur Gesundheitsförderung in teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen zu erbringen, erhalten.Der GKV-Spitzenverband hat dazu einen Leitfaden „Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen nach §5 SGB XI“ (PDF) veröffentlicht. Dieser legt die Kriterien für die Leistungen der Pflegekassen zur Prävention und Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen fest. 

Um den Eintritt von Pflegebedürftigkeit zu vermeiden, sind alle geeigneten Leistungen zur Prävention wie auch zur medizinischen Rehabilitation frühzeitig einzuleiten. Die Leistungen sind auch nach Eintritt der Pflegebedürftigkeit einzusetzen, um die Pflegebedürftigkeit zu überwinden, zu mindern sowie eine Verschlimmerung zu verhindern. Durch den seit dem 1. Januar 2017 geltenden neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit und das neue Begutachtungsinstrument werden präventive und rehabilitative Aspekte verstärkt in den Blick genommen. Im Rahmen jeder Begutachtung zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit wird geprüft, ob und ggf. welche Maßnahmen der Primärprävention zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation und zur Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen und Fähigkeiten (z. B. in den Bereichen Ernährung, Umgang mit Sucht/-Genussmitteln oder Verbesserung der psychosozialen Gesundheit) geeignet, notwendig und zumutbar sind. Erforderliche rehabilitative Versorgungsbedarfe werden ebenfalls identifiziert und insoweit notwendige Maßnahmen eingeleitet. Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) sind verpflichtet, die Feststellungen zur Prävention und zur medizinischen Rehabilitation auf der Grundlage eines bundeseinheitlichen, strukturierten Verfahrens zu treffen und in einer gesonderten Präventions- und Rehabilitationsempfehlung zu dokumentieren.

Darüber hinaus haben gesetzlich versicherte Frauen und Männer ab 35 Jahre ohne obere Altersbegrenzung regelmäßigen Anspruch auf eine ärztliche Gesundheitsuntersuchung, den sogenannten Check-up. Der Check-up wird zumeist in hausärztlich tätigen Praxen durchgeführt. Er dient der Erfassung von gesundheitlichen Risiken und Belastungen und somit auch der Früherkennung vor allem von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Nierenerkrankungen. Seit Januar 2018 können Männer ab dem Alter von 65 Jahren auch einmalig eine Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysmas (Erweiterung der Bauchschlagader) in Anspruch nehmen. Die Untersuchung wird nur Männern angeboten, weil diese wesentlich häufiger von einem Bauchaortenaneurysma betroffen sind als Frauen. Zudem haben Männer im Unterschied zu Frauen nachweislich einen Nutzen von der Ultraschall-Früherkennungsuntersuchung.

Auch auf internationaler und europäischer Ebene steht gesundes und aktives Altern im Kontext des demografischen Wandels auf der Agenda. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird sich der Anteil der über 60-Jährigen der Weltbevölkerung bis 2050 verdoppeln. Eine animierte grafische Darstellung zu "Ageing and Health" finden Sie auf der Internetseite der WHO

Regierungen aller Mitgliedsstaaten müssen darauf reagieren und einen entsprechenden Umgang sowie angemessene Umwelten und Lebenswelten aufbauen. Die immer älter werdende Bevölkerung benötigt spezielle Vorsorge und Pflegeeinrichtungen, um den Herausforderungen und Problemen entgegenzuwirken. Die WHO unterstützt weltweit Länder bei der Anpassung ihrer Systeme an den demografischen Wandel. Ein erster globaler Bericht zu Altern und Gesundheit ist 2015 erschienen: Der "World report on ageing and health" enthält u. a. eine Zusammenfassung der aktuellen Evidenz sowie eine kurze Darstellung des Handlungsrahmens zur Förderung eines Alterns in Gesundheit weltweit.

Auf der 69. Weltgesundheitsversammlung, die vom 23. bis 28. Mai 2016 in Genf stattfand, hat die WHO eine Strategie und einen Aktionsplan zu gesundem Altern verabschiedet. Die WHO definiert gesundes Altern als einen "Prozess der Entwicklung und Aufrechterhaltung der funktionalen Fähigkeit, die Wohlbefinden im Alter ermöglicht."

Mit der nun verabschiedeten Strategie werden die Rechte älterer Menschen beachtet und es wird auf die komplexe, sich verändernde Umgebung, in welcher sie bereits jetzt oder in Zukunft leben, eingegangen. Die Prinzipien, die diesen Strategieansatz untermauern sind die Menschenrechte, Geschlechtergleichheit, Gleichstellung und Nichtdiskriminierung, Gerechtigkeit und Solidarität zwischen den Generationen.

Die Strategie verfolgt fünf Ziele:

  • die Förderung von gesundem Altern in allen Ländern
  • die Anpassung von Gesundheitssystemen an die Bedürfnisse älterer Menschen
  • die Entwicklung von nachhaltigen Pflege(versicherungs)systemen
  • die Schaffung von altersfreundlichen Umwelten
  • die Verbesserung der Datenlage (messen, überwachen, verstehen)

Die Strategie gilt für fünf Jahre (2016-2020) und dient anschließend als Grundlage für die Dekade des gesunden Alterns (2020-2030).
Publikationen der WHO zum Thema Gesundes Alter finden Sie hier.

Bereits im September 2012 hat die Europäische Region der WHO das Papier "Strategie und Aktionsplan für gesundes Altern in der Europäischen Region (2012 – 2020)" veröffentlicht. In vier strategischen Handlungsfeldern werden Maßnahmen aufgezeigt und fünf vorrangige Interventionen empfohlen.

Der Nationale Aktionsplan „IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ verfolgt das Ziel, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten aller Gruppen in Deutschland nachhaltig zu verbessern. IN FORM richtet sich an Menschen in allen Lebensphasen von (Klein-)Kindern und Jugendlichen bis zur Gruppe der Älteren. Das IN-FORM-Internetportal www.in-form.de bietet zum Thema "Ernährung und Bewegung für Ältere" zahlreiche Informationen, die sich sowohl an Multiplikatoren als auch an die Zielgruppe der älteren Menschen richten.

Im Schwerpunkt "Im Alter IN FORM" werden die vielfältigen Aktivitäten von IN FORM für diese Zielgruppe in den Fokus gerückt. Links zu Partnern und Organisationen aus der Seniorenarbeit sowie Antworten auf wissenswerte Fragen rund um das Thema runden das Angebot ab. Im Rahmen des Schwerpunkts ist unter anderem auch die Broschüre "66 Tipps für ein genussvolles und aktives Leben mit 66+" erschienen. Sie gibt praktische und alltagstaugliche Tipps zu den Themen Bewegung und Ernährung und will Seniorinnen und Senioren motivieren, in kleinen Schritten etwas für die Gesundheit und Lebensqualität zu tun.

Über die Menüpunkte „Wissen“, „Netzwerk“ und „Materialien“ können sich Nutzerinnen und Nutzer der  IN-FORM-Internetseite mittels einer klaren Filterfunktion gezielt weitere Beiträge, Projekte und Broschüren rund um die Zielgruppe Ältere anzeigen lassen. Mit zusätzlichen Filtern lässt sich die Suche weiter eingrenzen. Unter „Entdecken“ ermöglicht die Suchfunktion eine Recherche über das gesamte Portal.

Das siebte nationale Gesundheitsziel "Gesund älter werden" wurde von Expertinnen und Experten der im Kooperationsverbund gesundheitsziele.de zusammengeschlossenen Institutionen erarbeitet und am 29. März 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt. In drei Handlungsfeldern wurden insgesamt dreizehn Ziele formuliert und dazu Teilziele und Maßnahmenvorschläge festgelegt.

Mit dem nationalen Gesundheitsziel "Gesund älter werden" ist ein komplexer, umfassender Zielekatalog entstanden, welcher ein breites Spektrum der gesundheitlichen Herausforderungen dieser sehr heterogenen Altersgruppe abdeckt.

Die Publikation "Gesund älter werden" kann hier heruntergeladen oder kostenlos angefordert werden.

In jeder Legislaturperiode erstellt die Bundesregierung einen Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland (Altenbericht). Die Geschäftsstelle ist beim Deutschen Zentrum für Altersfragen in Berlin angesiedelt.

Den Siebten Altenbericht zum Thema "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften" sowie die früheren Altenberichte finden Sie unter www.siebter-altenbericht.de

Die Bundesregierung hat unter dem Titel „Jedes Alter zählt – Für mehr Wohlstand
und Lebensqualität aller Generationen“ die Bilanz ihrer Demografiepolitik in der 18. Legislaturperiode vorgelegt. Die Bilanz knüpft an die 2015 weiterentwickelte Demografiestrategie der Bundesregierung und die dort definierten Ziele an: die Stärkung des wirtschaftlichen Wachstumspotenzials, die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und gleichwertiger Lebensverhältnisse sowie die Gewährleistung solider Finanzen für die Handlungsfähigkeit des Staates und verlässlicher sozialer Sicherungssysteme.

Mehr zur Demografiestrategie erfahren Sie auf dem Demografieportal des Bundes und der Länder.
Als eine der Arbeitsgruppen der Demografiestrategie hat die Bundesregierung die "Allianz für Menschen mit Demenz" ins Leben gerufen.

Am 15. September 2014 wurde die Agenda „Gemeinsam für Menschen mit Demenz“, die konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen enthält, durch die Gestaltungspartner der Allianz unterzeichnet.

Der Umsetzungsprozess der Agenda endete vereinbarungsgemäß mit der Veröffentlichung des Berichts zur Umsetzung der Agenda der Allianz für Menschen mit Demenz 2014-2018 am 19. September 2018 . Die umgesetzten Verbesserungen sind auf dauerhafte Wirksamkeit ausge-richtet. Im Koalitionsvertrag hat sich die Regierung verpflichtet, die Agenda der Allianz für Menschen mit Demenz weiterzuentwickeln. BMG und BMFSFJ haben deshalb das Deutsche Zentrum für Altersfragen beauftragt (DZA), mit den bisherigen Partnern der Allianz einen Empfehlungsbericht zu erstellen, der Grundlage für eine Nationale Demenzstrategie sein wird, die 2020 vom Bundeskabinett beschlossen werden soll.

Mehr zur Allianz für Menschen mit Demenz erfahren Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

7. gemeinsamer Präventionskongress 2015: "Prävention und Pflege"

Am 22. Juni 2015 fand in Berlin der 7. Gemeinsame Präventionskongress von BMG und Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderng (BVPG) unter dem Motto "Prävention und Pflege" statt. Dieser Kongress  hat ein Thema aufgegriffen, welches angesichts der aktuellen demografischen Entwicklung aus heutiger Sicht immer wichtiger wird. Denn mit der Anzahl pflegebedürftiger Menschen steigt zugleich auch der Bedarf an Betreuungs- und Unterstützungsleistungen. Dies ist aus mehreren Gründen bedeutsam. Erstens: wegen begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen. Zweitens: um die Lebensqualität und Selbstständigkeit älterer Menschen so lange wie möglich zu erhalten. Drittens: um einer möglichen fortschreitenden Pflegebedürftigkeit entgegenzuwirken. Deshalb ist es notwendig, die gesundheitlichen Potenziale, die auch pflegebedürftige Menschen aufweisen, zukünftig besser auszuschöpfen. Ebenso sind Versorgungs- und Pflegekonzepte an die demografische Entwicklung und die veränderte Bedarfssituation anzupassen. Ziele des Kongresses waren es daher, den bisher von Gesundheitsförderung und Prävention eher vernachlässigten Pflegebereich in das Zentrum zu rücken und die Prävention zielgerichteter zu gestalten. Bei der Behandlung des Themas wurde daher nicht nur die Zielgruppe der Pflegebedürftigen betrachtet, sondern auch die der Pflegenden (pflegende Angehörige und professionelle Pflegekräfte).

Weitere Informationen und die schriftliche Kongressdokumentation finden Sie hier.

Gesund und aktiv älter werden ist ein Ziel, das die meisten Menschen verfolgen. Allerdings wird die Gesundheit älterer Menschen seltener thematisiert als ihre Erkrankungen. Sinnvoll ist der Blick auf die individuellen Ressourcen und die Möglichkeiten der Unterstützung vor Ort. So kann der Prozess des Älterwerdens - begleitet von guten Möglichkeiten zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit, der Selbstständigkeit und der aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben - im Sinne der Gesundheitsförderung konstruktiv unterstützt werden. Wesentliche Aspekte von Lebensqualität und Wohlbefinden sind gelungene Übergänge vom Arbeitsleben in die Nacherwerbsphase, Wohnen, soziale Kontakte und soziales Engagement, lokale Infrastrukturen sowie die Lebensumstände der Menschen vor Ort.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung greift diese Themenbereiche wissenschaftlich fundiert, qualitätsgesichert und zielgruppenspezifisch aufbereitet in ihrem Programm Gesundes Alter auf. Sie trägt mit Gesundheitsinformationen im Internet, kostenlosen Printmedien, Kongressen, Tagungen, vielfältigen Kooperationen und Expertisen dazu bei, die Gesundheit älterer Menschen zu fördern und ermöglicht mit vielfältigen Hintergrundberichten  das Treffen von informierten Entscheidungen. Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf der Förderung von Mobilität, Teilhabe und Bewegung in den Lebenswelten. Weitere Informationen finden Sie auf www.gesund-aktiv-aelter-werden.de.

Im Jahr 2014 hat die BZgA ihren Themenschwerpunkt Gesundes Alter mit finanzieller Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) um das Programm Älter werden in Balance erweitert. Das Programm trägt im Sinne des Präventionsgesetzes zur Bewegungsförderung älterer Menschen bei. Weitere Informationen finden Sie auf www.aelter-werden-in-balance.de. Im Rahmen des Programms Älter werden in Balance wurde ein kommunaler Wettbewerb durchgeführt, um  kommunale Strategien zur Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen aufzuzeigen und zu dokumentieren.

Konferenzen/Tagungen

Seit 2012 finden regelmäßig BZgA-Bundeskonferenzen Gesund und aktiv älter werden zu jeweils aktuellen Themen statt. Zur 5. Bundeskonferenz Gesund und aktiv älter werden lud die BZgA am 5. April 2017 nach Berlin ein. „Präventionspotentiale im hohen Alter - Ansätze der Prävention und Gesundheitsförderung in der Lebenswelt  Pflegeeinrichtung“ standen im Zentrum der Vorträge und Foren. Mehr als 300 Teilnehmende aus Wissenschaft und Praxis, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, Mitarbeitende von Krankenkassen, von Seniorenorganisationen sowie der stationären und ambulanten Pflege nutzten den Tag zur Information, Diskussion und Vernetzung.
Weitere Informationen zur 5. Bundeskonferenz, allen bisherigen und kommenden Bundeskonferenzen finden Sie hier
.

Auf Landesebene führt die BZgA seit 2009 gemeinsam mit Partnern auf ministerieller Ebene und den Landeseinrichtungen für Gesundheitsförderung Regionalkonferenzen "Gesund und aktiv älter werden" durch. Die Programme und Dokumentationen der BZgA-Regionalkonferenzen finden Sie hier.

Broschüren für Menschen in der zweiten Lebenshälfte

Alle Broschüren der BZgA, die sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte richten und kostenfrei bestellt und heruntergeladen werden können, finden Sie auf dem Portal: Gesund aktiv älter werden

Seit Mitte 2017 gibt es die Faltblattreihe „kompakt“. Folgende Themen sind bisher erschienen:  „Depression im Alter“, „Ausgeschlafen im Alter“ und „Koronare Herzkrankheit im Alter“  Weitere Themen folgen.

Im Programm „Älter werden in Balance“ sind ebenfalls einige Broschüren mit Hinweisen zur Bewegungsförderung erschienen, die sie auf dem Portal finden. 

Publikationen für Fachkräfte

Alle Publikationen für Fachkräfte zum Thema Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen können Sie über das Portal Gesund und aktiv älter werden bestellen oder herunterladen. Hierzu zählen auch die BZgA Fachhefte zur Lebenslage von älteren Menschen, die Expertise „Kritische Lebensereignisse im Alter“ sowie weitere Studien.

Lebensweltbezogene Interventionen

Älter werden in Balance besteht im Kern aus zwei lebensweltbezogenen Interventionen: Dem AlltagsTrainingsProgramm (ATP) , das sich an die Zielgruppe der ab 65-Jährigen richtet, die ihren Alltag nachhaltig aktiver gestalten möchten und dem Lübecker Modell Bewegungswelten, das sich an Bewohnerinnen und Bewohner von Senioreneinrichtungen sowie an die ambulante Tagespflege richtet. Beide Bewegungsinterventionen adressieren im Sinne des Präventionsgesetzes auch vulnerable Gruppen älterer Menschen sowie ältere und alte Menschen mit chronischen Erkrankungen, die ebenfalls von der Bewegungsförderung profitieren.

2017 und 2018 werden alle Kurse des AlltagsTrainingsProgramms (ATP) und des Lübecker Modells Bewegungswelten sowie die Ausbildung der Übungsleitenden aus Programmmitteln der BZgA finanziert. An der Durchführung der Programme interessierte Vereine, Übungsleitende und Pflegeeinrichtungen finden dazu Unterstützung unter der E-Mailadresse info@aelter-werden-in-balance(dot)de.

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit wurde ein bundesweites kontinuierliches Gesundheitsmonitoring aufgebaut, das regelmäßige Gesundheitsstudien mit repräsentativen Befragungen und Untersuchungen der zu Hause lebenden Bevölkerung in Deutschland beinhaltet. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Fragestellungen, die Relevanz für gesundes und aktives Älterwerden haben. Hierzu zählen zum einen chronische Krankheiten und ihre Risikofaktoren, deren Wurzeln manchmal bis in die Kindheit reichen. Zum anderen sind gesundheitsrelevante Verhaltensweisen (Ernährung, körperliche Aktivität, Rauchen, Stressreduktion), aber auch das soziale Umfeld und Lebensbedingungen in allen Lebensphasen entscheidende Einflussfaktoren, um chronischen Krankheiten und gesundheitsbedingten körperlichen und kognitiven Funktionseinschränkungen im höheren Lebensalter vorzubeugen. Diese Kenntnisse sind grundlegend für die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Präventions- und Versorgungsangebote. 

Das Gesundheitsmonitoring wird ergänzt durch Analysen zur Häufigkeit von Krebserkrankungen, durchgeführt vom Zentrum für Krebsregisterdaten am RKI und durch Untersuchungen, die auf die gesundheitliche Versorgung älterer Menschen mit bereits bestehenden Erkrankungen und Einschränkungen der Funktionsfähigkeit ausgerichtet sind. Beispielsweise werden Studien zur verbesserten Einbeziehung hochaltriger und körperlich und kognitiv eingeschränkter Menschen in das Monitoring durchgeführt. Hinzu kommen Studien zur Bekämpfung von Infektionen bei Pflegeheimbewohnern und Analysen zu den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die stationäre Versorgung und den Pflegekräftebedarf. Im Bereich Prävention forscht das RKI unter anderem zum Impfschutz; bei Älteren spielt hier der Schutz vor Influenza und Pneumokokken eine große Rolle.

Das RKI trägt mit seinen Arbeiten zur Entwicklung und Umsetzung der Nationalen Gesundheitsziele (z. B. "Gesund Älter werden" und "Gesund Aufwachsen") bei.

Nähere Informationen zum bundesweiten Gesundheitsmonitoring des RKI und zu den verschiedenen Monitoring-Studien finden Sie auf der Seite des Robert Koch-Instituts.

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