Möglichkeiten sich helfen zu lassen

Du fühlst Dich nicht wohl in Deiner Haut. Irgendwann hast Du angefangen, Dir über Essen Gedanken zu machen. Du warst plötzlich unzufrieden mit Dir, mit Deinem Aussehen und Deiner Figur. Mit der Zeit ist Deine Unzufriedenheit immer größer geworden – und die Gedanken ans Essen oder Nicht-Essen wurden immer stärker und dominieren mittlerweile Dein ganzes Leben. Was nun?

Mach Dir bewusst, dass es ist keine Schande ist, solche Gedanken und Gefühle zu haben. Sehr vielen Mädchen und Jungen, Frauen und auch Männern geht es ganz ähnlich wie Dir. Wichtig ist, dass Du diese Situation nicht einfach aushalten oder ertragen musst. Du darfst und kannst Dir Hilfe suchen und diese ganz ohne schlechtes Gewissen in Anspruch nehmen. Lass Dir helfen!

Anonyme telefonische Beratung bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter der Telefonnummer: 0221-89 20 31

  • Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du eine Essstörung hast …
  • Wenn es niemand gibt, dem Du Dich anvertrauen möchtest …
  • Wenn Du nicht weißt, wie es weiter gehen soll …
  • Wenn Du nicht mehr "durchhalten" kannst und willst, sondern bereit bist, Hilfe anzunehmen …

Antworten auf Fragen und Adressen von Beratungsstellen und Therapieeinrichtungen findest Du u.a. auf den Internetseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und von ANAD e.V.

Ja, die Selbsthilfeangebote gelten für Personen, die Betroffenen nahe stehen. Eine Selbsthilfegruppe soll Familie und Freunde entlasten. Sie können sich mit anderen austauschen und neue Wege finden, mit den Betroffenen umzugehen.  Bevor Sie an einer Selbsthilfegruppe teilnehmen, sollten Sie sich zunächst in einer Beratungsstelle beraten lassen, Sie erfahren so mehr über die Merkmale der jeweiligen Essstörung. Außerdem können Sie sich über Hilfsangebote und die Arbeitsweise einer Selbsthilfegruppe informieren.

Offene Selbsthilfegruppen kann man jederzeit probeweise besuchen und dann entscheiden, ob man weiter teilnehmen möchte. Die Teilnehmer können die Gruppe jederzeit wieder verlassen.

Geschlossene oder angeleitete Gruppen kann man in der Regel probeweise besuchen. Voraussetzung dafür ist aber ein Vorgespräch vor Ort oder am Telefon. Dabei wird gemeinsam entschieden, ob eine Probesitzung im individuellen Fall sinnvoll ist. Manche dieser Gruppen bieten auch offene Informationsabende an. In einer geschlossenen Gruppe verpflichten Sie sich, über einen bestimmten Zeitraum regelmäßig teilzunehmen.

Es gibt viele Selbsthilfegruppen. Sie arbeiten nach unterschiedlichen Ansätzen. Deshalb ist es sinnvoll, sich über die verschiedenen Arbeitsweisen zu informieren. Die Beratungsstellen für Essstörungen unterstützen Sie, wenn Sie eine passende Selbsthilfegruppe suchen. Informationen über Selbsthilfegruppen finden Sie auch im Internet. Darüber hinaus helfen die Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen (www.nakos.de).

Meist ist die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kostenlos. Manche erheben eine geringe Gebühr. Die einzelnen Selbsthilfegruppen regeln das unterschiedlich. Am besten erkundigen Sie sich vorab.

Viele Beratungsstellen sind für Männer und Frauen gleichermaßen da. Es gibt aber Ausnahmen. Frauenberatungsstellen und Mädchenhäuser zum Beispiel sind speziell auf weibliche Betroffene ausgerichtet. Fragen Sie direkt beim ersten Kontakt mit der Beratungsstelle nach Angeboten für Männer.

Darüber hinaus können Sie das anonyme Beratungstelefon der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nutzen. Die Mitarbeiter beantworten ihre Fragen rund um das Thema Essstörungen.

Unter der folgenden Telefonnummer bekommen Sie eine Erstberatung sowie Adressen, an die sie sich wenden können:

Beratungstelefon der BZgA
0221-89 20 31
Montag–Donnerstag: 10.00–22.00 Uhr
Freitag–Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
(Preis entsprechend der Preisliste ihres Telefonanbieters für Gespräche in das Kölner Ortsnetz)