Betroffenenzentrierung von Versorgungs- und Unterstützungsangeboten für Frauen mit ungewollter Schwangerschaft (CarePreg)

Ressortforschung im Handlungsfeld „Gesundheitsversorgung“, Förderschwerpunkt „Psychosoziale Situation und Unterstützungsbedarf von Frauen mit ungewollter Schwangerschaft“

Eine patientinnenzentrierte Beratung ist eine wichtige Unterstützung für die betroffenen Frauen und das Ziel einer guten Versorgung.

Fakten zum Projekt

Projektleitung

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Dr. Jördis Maria Zill
Martinistraße 52
20246 Hamburg

Projektlaufzeit

01.11.2020 bis 31.10.2023

Ansprechperson

Dr. Eva Becher

DLR Projektträger

projekttraeger-bmg@dlr(dot)de 

Motivation

Frauen mit einer ungeplanten und ungewollten Schwangerschaft stehen verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, die ihnen Hilfestellung und Informationen in dieser Situation bieten sowie bei Bedarf auch medizinische Versorgungsangebote. Das Projekt CarePreg verfolgt das Ziel, diese Beratungs- und Versorgungsangebote aus Sicht der betroffenen Frauen zu untersuchen, um daraus Handlungsempfehlungen für verbesserte Angebote abzuleiten.

Ziele und Vorgehen

Das Forschungsvorhaben soll die Erfahrungen und das Erleben psychosozialer Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen mit ungewollter Schwangerschaft detailliert untersuchen. Dazu sollen Einflussfaktoren für das Entstehen, das Erleben und schließlich das Verarbeiten ungewollter Schwangerschaften ermittelt werden. Dafür werden Betroffene befragt sowie Expertinnen und Experten interviewt. Bestehende Beratungs- und Versorgungsangebote werden auf ihre Betroffenenzentrierung hin untersucht. Eine betroffenenzentrierte Versorgung orientiert sich an den individuellen Situationen der jeweiligen Frauen, ihren Werten und Lebensumständen und steht für ein vertrauensvolles Miteinander zwischen ihnen und dem versorgenden Fachpersonal. Das Forschungsprojekt bezieht dabei gleichermaßen Frauen ein, die sich für oder gegen einen Abbruch entschieden haben. Begleitet wird das Projekt durch einen zu schaffenden Betroffenen- sowie einen Ethikrat. Diese Gremien sollen sicherstellen, dass stets betroffenenzentriert geforscht und Fragestellungen rund um die psychosozialen Bedürfnisse und Rechte betroffener Frauen sowie die ethische Freiheit von Ärztinnen und Ärzten und das Lebensrecht Ungeborener berücksichtigt werden.

Perspektiven für die Praxis

Das Vorhaben schafft wissenschaftlich basierte Erkenntnisse zu maßgeblichen Einflussfaktoren auf das Erleben und das Verarbeiten einer ungewollten Schwangerschaft wie auch zur Versorgungssituation und zu den Bedarfen betroffener Frauen. Das Vorhaben stellt die Perspektive der ungewollt schwangeren Frauen mit Ihren Bedürfnissen und Wahrnehmungen in den Mittelpunkt der Untersuchung. In einem abschließenden Workshop sollen schließlich aus den ermittelten Bedarfen der betroffenen Frauen nachhaltige Schlussfolgerungen erarbeitet werden, die dabei helfen, entsprechende Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie die Versorgung zu verbessern. Ziel ist es, Frauen in dieser schwierigen Lebenssituation bestmöglich zu unterstützen.