Wie entsteht eine Essstörung?

Essstörungen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. So sind biologische, individuelle, familiäre und gesellschaftliche Faktoren als Auslöser für ein gestörtes Essverhalten möglich. Vor allem überzogene oder unrealistische Vorbilder einer medialen Scheinwelt tragen zur Verunsicherung des Selbstwertgefühls bei.

Das Krankheitsbild fängt bereits mit einem gestörten Essverhalten und einer verzerrten Körperwahrnehmung an. Eine Essstörung hat immer einen tieferen, psychischen Hintergrund, der mit einer Verunsicherung des Selbstwertgefühls zu tun hat. Dies wird sehr häufig durch überzogene oder unrealistische Vorbilder und eine mediale Scheinwelt verstärkt. Junge Menschen orientieren sich stark an dem propagierten Schönheits- und Körperbild, das sie in der Werbung, in der Mode, in Zeitschriften und im Fernsehen vorgelebt und vermittelt bekommen.

Besonders in der Pubertät setzen sich Mädchen und Jungen intensiv mit ihrem Körper auseinander und entwickeln Wunschvorstellungen von ihrer Figur. Sie wollen aussehen wie ihre Vorbilder aus Mode, Sport und Musik. Durch eine schlanke Figur erhoffen sie sich ebenso attraktiv, erfolgreich und beliebt zu sein, wie ihre Idole es sind. In einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) äußerten 56% der 13- bis 14-jährigen Mädchen den Wunsch, dünner zu sein. 63% sagten, dass sie gerne besser aussehen würden.

Aber auch andere Gründe können eine Essstörung auslösen – zum Beispiel Probleme in der Familie, in der Schule oder im Freundeskreis.