Handlungsfeld 1: Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung

Im Handlungsfeld 1 "Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung" sind folgende Ziele von zentraler Bedeutung:  

  • Verbesserung der Information und Teilnahme an der Krebsfrüherkennung im Sinne einer "informierten Entscheidung" der Bürgerinnen und Bürger (Ziel 1),
  • Überführung der bestehenden Gebärmutterhalskrebs- (Ziel 2a) und Darmkrebsfrüherkennung (Ziel 2b) in systematisch organisierte und qualitätsgesicherte Screening-Programme auf der Grundlage europäischer Leitlinien,
  • Erfolgskontrolle der Krebsfrüherkennungsprogramme hinsichtlich der durch sie erreichten Senkung der Krebssterblichkeit; Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen zur Evaluation von Krebsfrüherkennungsprogrammen (Ziel 3).

Die derzeitigen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen richten sich an Menschen mit einem nach Altersgruppe und Geschlecht durchschnittlichen Krebsrisiko. Für Menschen mit einem deutlich erhöhten Risiko sind diese Maßnahmen teilweise nicht ausreichend bzw. setzen – bezogen auf das Lebensalter – zu spät ein. Handlungsfeld 1 befasst sich deshalb auch mit dem zukunftsweisenden Querschnittsthema der risikoadaptierten Krebsfrüherkennung (ohne eigene Zielformulierung). Bei der Konzeption von risikoadaptierten Krebsfrüherkennungsprogrammen sind jedoch eine Reihe von schwierigen und teilweise noch unbeantworteten medizinischen, wissenschaftlich-methodischen, rechtlichen, ethischen und sozialen Fragen zu klären.