Was haben wir bisher erreicht?

Ergebnisse / Ziele-Papiere / Umsetzungsempfehlungen / Relevante Dokumente

Der Nationale Krebsplan beinhaltet insgesamt 13 Ziele in vier Handlungsfeldern. In Experten-Arbeitsgruppen zu den Handlungsfeldern 1 („Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung“), 2 („Weiterentwicklung der onkologischen Versorgungsstrukturen und der Qualitätssicherung“) und 4 („Stärkung der Patientenorientierung“) wurden zwischen Herbst 2008 und Herbst 2011 entsprechende "Ziele-Papiere" auf der Basis einer einheitlichen Methodik erarbeitet. Diese Papiere beinhalten insbesondere lösungsorientierte Maßnahmen zur jeweiligen Zielerreichung und Empfehlungen zu ihrer Umsetzung. Die Ziele-Papiere wurden/werden zunächst in den jeweiligen Arbeitsgruppen fachlich abgestimmt. In einem zweiten Schritt wurden/werden die Umsetzungsempfehlungen der Ziele-Papiere von der Steuerungsgruppe angenommen. Seit Ende 2011 werden die bislang angenommenen Umsetzungsempfehlungen von den jeweils hauptverantwortlichen Akteuren schrittweise umgesetzt. Die bisherigen Umsetzungsempfehlungen zu den jeweiligen Zielen wurden in einem Informationspapier (PDF-Datei - nicht barrierefrei, 1,06 MB) zusammengestellt (Stand 12/2017).

Die Umsetzungsempfehlungen (PDF-Datei - nicht barrierefrei, 37 KB) zu folgenden Ziele-Papieren wurden von der Steuerungsgruppe des Nationalen Krebsplans bereits angenommen:

Handlungsfeld 1

...weitere Informationen zum Handlungsfeld 1

Handlungsfeld 2

...weitere Informationen zum Handlungsfeld 2

Handlungsfeld 4

...weitere Informationen zum Handlungsfeld 4

Bei den von der Steuerungsgruppe des Nationalen Krebsplans angenommenen Umsetzungsempfehlungen zu den Zielen in den Handlungsfeldern 1, 2 und 4 ist zu unterscheiden zwischen gesundheitspolitischen Umsetzungsempfehlungen normgeberischer bzw. regulatorischer Art (auf Bundes-, Landes- und Selbstverwaltungsebene), forschungsbezogenen Umsetzungsempfehlungen und komplexen Umsetzungsempfehlungen zur Entwicklung und Konkretisierung fachlich tragfähiger Maßnahmen, Konzepte und Strukturen. Die Initiatoren des Nationalen Krebsplans haben sich daher über eine differenzierte, an den Inhalten und Zuständigkeiten der jeweiligen Empfehlung angepasste, flexible und pragmatische Umsetzungsstrategie verständigt.

Ein Meilenstein bei der bisherigen Umsetzung war das am 9. April 2013 in Kraft getretene Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz – KFRG. Im Gesetz wurden zentrale Umsetzungsempfehlungen zu den Zielen 1, 2a, 2b, 3 und 8 berücksichtigt und damit der Umsetzungsprozess maßgeblich voran gebracht.  Von großer Bedeutung ist das neue Gesetz zur Zusammenführung von Krebsregisterdaten. Das Gesetz wurde am 20. Mai 2021 vom Deutschen Bundestag beschlossen. Ziel der Zusammenführung von Krebsregisterdaten ist die Schaffung einer Datengrundlage mit hohem wissenschaftlichem Potenzial für Forschung und Versorgung.

Übergreifende Themen im Nationalen Krebsplan

Weitere Themen im Umsetzungsprozess des Nationalen Krebsplans sind derzeit die engere Verzahnung von klinischen Krebsregistern, zertifizierten onkologischen Behandlungseinrichtungen und onkologischen Leitlinien-Prozessen, die datensparsame einheitliche Tumordokumentation, die Verbesserung der Arzt-Patienten-Kommunikation in der Onkologie, der „Informierten Entscheidung“ sowie der Gesundheits- und Patientenkompetenz, die Sicherstellung einer flächendeckenden psychosozialen/ psychoonkologischen Versorgung sowie seit Mitte 2018 die übergreifende Thematik des Langzeitüberlebens von Menschen mit und nach Krebs.

…weitere Informationen zum Thema „Langzeitüberleben nach Krebs“

Handlungsfeld 3

Zum Handlungsfeld 3 "Sicherstellung einer effizienten onkologischen Behandlung" wurde – angesichts der vielfältigen onkologischen Behandlungsoptionen – eine andere Vorgehensweise gewählt. Die Steuerungsgruppe des Nationalen Krebsplans verständigte sich darauf, sich in diesem Handlungsfeld zunächst mit der Sicherstellung einer effizienten onkologischen Arzneimittelversorgung zu befassen. Um das komplexe Thema der onkologischen Arzneimittelversorgung unter medizinischen, gesundheitsökonomischen und sozialrechtlichen Aspekten aufzuarbeiten, gab das Bundesministerium für Gesundheit ein wissenschaftliches Gutachten „Sicherstellung einer effizienten Arzneimittelversorgung in der Onkologie“ in Auftrag. Die Ergebnisse dieses Gutachtens (PDF-Datei - nicht barrierefrei, 770 KB) wurden der Steuerungsgruppe des Nationalen Krebsplans im Februar 2011 von den Gutachtern vorgestellt und diskutiert. Es wurde Einigkeit dahingehend erzielt, dass zunächst die Erfahrungen und Folgen aus dem am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) abgewartet werden sollten.

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